Praxisanleitung: Beutel-Maske-Beatmung vorbereiten, durchführen - Beatmung durchführen
Indikation
Beutel-Masken-Beatmung
Material
Einmalschutzhandschuhe
Zubehör Beatmung
Zubehör Absaugung
Durchführung
Die folgenden Durchführungsvorschläge beschreiben die Technik für unterschiedlich alte Patienten:
Anmerkungen
Die Beatmung mit Beatmungsbeutel und Maske wird vom Kopfende des Patienten durchgeführt.
Die Maskenbeatmung erfolgt mit Überdruck. Ist die Maske nicht dicht, entweicht Luft zwischen Maske und Gesicht. Bei zu hohem Beatmungsdruck kann Luft in den Magen gelangen. Dies kann zu Erbrechen führen. Deshalb muss der Beatmungsbeutel gleichmäßig und gefühlvoll gedrückt werden.
Die Maske muss am Gesicht des Patienten möglichst dicht aufliegen, da die Luft immer den Weg des geringsten Widerstandes nimmt. Bei Undichtigkeiten entweicht die Luft nach außen und gelangt nicht in die Lunge.
Bei Beatmungsproblemen oder zu hohem Atemwegsdruck müssen sofort die Atemwege überprüft und die Maskenposition korrigiert werden.
Es ist wichtig, keinen Druck auf die Augen oder den Mundboden auszuüben, da es sonst zu Schäden kommen kann. [1]
Hat der Patient noch eine eigene, aber ungenügende Atmung, unterstützt der Helfer die Einatmung des Patienten durch Drücken des Beatmungsbeutels in der Einatemphase (assistierte Beatmung).
Erfolgskontrolle
Eine wirksame Beatmung mit dem Beatmungsbeutel erkennt man an
sichtbaren Thoraxbewegungen
hörbaren Beatmungsgeräuschen beim Abhören der Lunge
Maskendichtigkeit
Eine vollständig dichte Maskenauflage ist in der Praxis nicht immer erreichbar. Besonders während einer Reanimation ist es wichtiger, weiterhin Luft beziehungsweise Sauerstoff in die Lunge zu bringen, als die Beatmung wegen einer nicht perfekten Abdichtung zu unterbrechen. Die Maskenposition sollte dennoch fortlaufend überprüft und wenn möglich verbessert werden. [2]
Der C-Griff ist der Standard bei der Beutel-Maske-Beatmung. Er ermöglicht es, die Maske mit einer Hand zu fixieren, während mit der anderen Hand der Beatmungsbeutel gedrückt wird.
Wenn eine ausreichende Abdichtung mit dem C-Griff nicht möglich ist, können zweihändige Techniken verwendet werden.
Abbildung: C-Griff |
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Abbildung: Doppel-C-Griff |
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Abbildung: VE-Griff |
Die Beutelkompression erfolgt dann durch eine zweite Person. Ist bei einer Reanimation kein dritter Helfer verfügbar, übernimmt der Helfer, der die Thoraxkompressionen ausführt, auch die Beutelkompression und setzt sofort nach der zweiten Beatmung die Thoraxkompressionen fort.
Fehlerquellen
falsche Maskengröße beziehungsweise falscher Luftdruck im Gummiwulst
Maske falsch positioniert
undichter Maskensitz (zum Beispiel Vollbart, Gesichtsverletzungen)
ungünstige Kopfposition
zu hoher Beatmungsdruck durch zu schnelles 'Ausdrücken' des Beatmungsbeutel (überblähen des Magens)
falsches Beatmungsvolumen
falsche Beatmungsfrequenz
verlegte Atemwege
Mehr Informationen zur Beutel-Maske-Beatmung finden sie in der Praxisanleitung Beutel-Maske-Beatmung vorbereiten, durchführen.
Literatur
[1] | pin-up-docs: Basics Atemwegssicherung |
[2] | dasFOAM e.V.: Die Maske muss NICHT dicht sitzen zur Reanimation #BeiluftIstOk |
Aa | Deutsches Rotes Kreuz (Hg.): DRK Leitfaden Sanitätsdienstausbildung (2023): Berlin: 2023. |
Aa | ChatGPT (OpenAI): KI-unterstützt erstellt (abgerufen 2026-03-23, https://chatgpt.com/). |












