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Virtuelle San-Arena Erlangen

Datenblatt: Vergiftung - Paracetamol

Spezifikation

Fall

Meldung

Erste Hilfe (EH)

Sie werden um Hilfe gebeten.

Schulsanitätsdienst (SSD)

Die Schulsanitätergruppe, bei der Sie eingeteilt sind, wird alarmiert.

Sanitätsdienst (San)

Während der von ihnen betreuten Sanitätsabstellung werden sie um Hilfe gebeten.

Rettungsdienst (RD)

Sie erhalten den Einsatzauftrag: 'Vergiftung, Paracetamol (25: Notfalleinsatz - internistischer Notfall) - Moritz 2; Notfall'.

Situation vor Ort

allgemein

Am Einsatzort angekommen, kommt ihnen ein Patient entgegen, der vor etwa zwei Stunden eine größere Menge (25 Stück) Schmerztabletten eingenommen hat.

Mimen

Mime 1 - Patient

Kenndaten

Fachgebiete

  • I - Internistischer Notfall 

Notfallarten

  • Vergiftung - Paracetamol 

Körperregionen

  • allgemein 

Körperteile

  • allgemein - Vergiftung

Spiel

Rolle

  • steht 

  • klagt über Übelkeit 

  • berichtet auf Nachfrage 'Situation vor Ort' 

Befund

Bewusstsein

  • Lage: orientiert 

  • Schmerzen: ohne Befund 

  • Pupillen: ohne Befund 

Atmung

  • Lage: ohne Befund 

  • Frequenz: ohne Befund 

  • Rhythmus: ohne Befund 

  • Geräusch: ohne Befund 

  • Bewegung: ohne Befund 

Kreislauf

  • Lage: ohne Befund 

  • Frequenz: ohne Befund 

  • Rhythmus: ohne Befund 

  • Blutdruck: ohne Befund 

  • Blutsauerstoff: ohne Befund 

  • Blutzucker: ohne Befund 

  • Temperatur: ohne Befund 

Erkrankungen

  • Paracetamolvergiftung 

Verdachtsdiagnose

  • Tablettenvergiftung mit Paracetamol 

Maßnahmen

Lagerung

Sitzende Lage

Hilfeleistungen

Abdeckung

Notfallarten

  • Vergiftung - Paracetamol 

Material

Ausrüstung

  • Nierenschale  (San)

Requisiten

  • Medikamentenpackung 'Paracetamol' 

Anmerkungen

Vergiftung mit Paracetamol

(Giftklasse: Medikamente)

Paracetamol ist ein gebräuchliches, gut verträgliches, nicht verschreibungspflichtiges schmerzstillendes und fiebersenkendes Mittel.

Paracetamol hat bei Überdosierung eine schädigend Wirkung auf die Leber. Die toxische Wirkung des Paracetamol beruht vor allem auf der Bildung von leberzelltoxischen Abbauprodukten bei gleichzeitiger Überlastung körpereigener Entgiftungsmechanismen.

Die tödliche Dosis liegt etwa bei 150 mg/kg Körpergewicht. Erwachsene kommen so bei der normalen Tablettendosis von 500 mg, zumindest unbeabsichtigt, nur schwer in den toxischen Bereich (25 Tabletten für 75 kg schweren Patienten). Kleinen Kindern erreichen die tödliche Dosis jedoch bereits beim Verzehr von zwei oder drei Tabletten.

Die größte Gefahr bei Paracetamol besteht darin, dass der Missbrauch in den ersten Stunden nach Einnahme symptomfrei bleibt. Bei hohen Dosen kann eine, dann verspätet, eingeleitete Antidottherapie häufig das Leben des Patienten nicht mehr retten und er verstirbt nach mehreren Tagen an einem Leberkoma, das mit akutem Nierenversagen und Gerinnungsstörungen einhergeht. Häufig werden Vergiftungen aber früh von Angehörigen entdeckt oder der Patient meldet sich selbst.

Giftaufnahmewege

  • Magen-Darm-Trakt (oral)

Symptome

  • Im Initialstadium (1. Tag nach Vergiftung): Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen

  • später Leberausfall, Bauchschmerzen, Blutungsneigung, Verwirrtheit, Leberkoma

Maßnahmen

Neben den Basismaßnahmen bei Vergiftungen sind die folgenden speziellen Maßnahmen sinnvoll:

  • Antidot: N-Acetylcystein (Fluimucil)

Historie

Version

Autor

Datum

Bemerkung

0.1

THUMSER, A.

2008-12-12

-

Zusammenfassung - Sequenz

Abdeckung

Notfallarten

  • Vergiftung - Paracetamol 

Notfallorte

  • keine 

Material

Ausrüstung

  • Nierenschale  (San)

Requisiten

  • Medikamentenpackung 'Paracetamol'