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Virtuelle San-Arena Erlangen

Sanitätsausbildung: Direktive Seitenlage / Immobilisationskragen

Thematik

Nach dem ABCDE-Schema zur Lebensrettung sind die folgenden zwei Maßnahmen gleichberechtigt zur Behebung eines A-Problems:

Dies führt immer wieder zur Frage, was ist zu tun, wenn Bewusstlosigkeit bei einem Traumapatienten vorliegt, oder der bereits mit einem Immobilisationskragen versorgte Patient bewusstlos wird.

Zusatzinformationen

DRK Leitfaden Sanitätsdienstausbildung (2023) - Praxisanleitung A-1 'Helmabnahme'

Bei Bewusstlosigkeit wird kein HWS-Stützkragen angelegt. [1]

DRK Leitfaden Sanitätsdienstausbildung (2023) - Praxisanleitung A-2 'HWS-Stützkragen'

Wird eine betroffene Person nach dem Anlegen des HWS-Stützkragens bewusstlos, muss sie in die Seitenlage gebracht werden, um die Atemwege zu sichern. Der HWS-Stützkragen muss entfernt werden, da er die Halswirbelsäule in Neutralposition hält und ein Überstrecken nicht möglich ist. [2]

Lehraussage BRK Sanitätsausbildung Erlanger Modell

Patient ist primär bewusstlos

Patient wird ohne Immobilisationskragen in die Seitenlage verbracht.

Steht ein zweiter Helfer zur Verfügung erfolgt die Seitenlage mit manuell gehaltenem Kopf, um nicht achsengerechte Bewegungen einzuschränken.

Mit Immobilisationskragen versorgter Patient wird bewusstlos

Patient wird mit angelegtem Immobilisationskragen in die Seitenlage verbracht. Der Immobilisationskragen wird vorsichtig entfernt und der Kopf zum Freimachen der Atemwege leicht nackenwärts gebeugt.

 

Ist der Patient bewusstlos und atmet nicht normal, ist unmittelbar mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen.

Freigabe

Literatur

[1]

Deutsches Rotes Kreuz (Hg.): DRK Leitfaden Sanitätsdienstausbildung (2023): Berlin: 2023, Praxisanleitungen 'P A-1: Helmabnahme - Arbeitsschritte', Seite 2.

[2]

Deutsches Rotes Kreuz (Hg.): DRK Leitfaden Sanitätsdienstausbildung (2023): Berlin: 2023, Praxisanleitungen 'P A-2: HWS-Stützkragen - Hinweise, 6. Aufzählungspunkt', Seite 2.