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Virtuelle San-Arena Erlangen

Praxisanleitung: Larynxtubus vorbereiten, anreichen und sichern

Der Larynxtubus ist eine supraglottische Atemwegshilfe, die ohne weitere Hilfsmittel eingeführt werden kann.

Indikation

Material

  • Einmalschutzhandschuhe

  • Zubehör Absaugung

  • Zubehör Beatmung

  • Zubehör Larynxtubus Maske

  • Zubehör Kapnometrie

  • Zubehör Magensonde

 

Abbildung: Larynxtubus (LTS-D, Größe 4, für kleine Erwachsene)

Durchführung

Das Einführen des Larynxtubus ist grundsätzlich keine Maßnahme der Sanitätshelfer oder Rettungssanitäter, diese sind jedoch für folgende Aufgaben zuständig oder unterstützt den Notarzt / Notfallsanitäter:

 

In einigen Organisation ist bei Problemen mit der Beutel-Masken-Beatmung, trotz Anwendung des Doppel-C-Griff und Einlegen eines Guedel-Tubus / Wendl-Tubus das Einführen eines Larynxtubus für den Rettungssanitäter freigeben:

Anmerkungen

Bei allen Manipulationen am Patienten mit eingeführtem Larynxtubus (Umlagerung, Bewegung des Kopfes) kann sich die Lage des Tubus verändern, so dass eine erneute Kontrolle der Lage notwendig werden kann.

Zur Vermeidung von Kontamination erfolgt das sachgerechte Öffnen der Umverpackung sterilen Zubehörs immer durch Abziehen (Peeling) und nicht durch Durchdrücken durch das Papier.

Der Larynxtubus bietet keinen 100-prozentigen Aspriationsschutz, deshalb Tubus nur bei Patienten mit vollständig erloschenen Schutzreflexen anwenden.

Konzept Larynxtubus

Der Larynxtubus wird in die Speiseröhre eingeführt, die mit dem kleinen aufblasbaren Ballon (distaler Cuff) verschlossen wird. Gleichzeitig dichtet der größere Ballon (proximaler Cuff) den Rachenraum ab, damit die Beatmungsluft, die zwischen beiden Ballons aus dem Tubus austritt, in die Luftröhre strömt und nicht nach außen entweichen kann.

Abbildung: Konzept Larynxtubus

 

Der Larynxtubus LTS-D enthält ein Drainagelumen an der dem Gaumen zugewandten Seite des Tubus. Hierüber kann eine Magensonde beziehungsweise ein Absaugkatheter bis zu 16 CH - orange eingelegt werden. Insbesondere bei der Versorgung nicht nüchterner Notfallpatienten ist so eine Entlastung des intragastralen Druckes durch den Notarzt möglich.

Abbildung: Larynxtubus LTS mit Magensonde

 

Eine Gegenüberstellung häufig in der Notfallversorgung verwendeten Atemwegssicherungsmaßnahmen finden Sie in dem Dokument Ausführung Praxisanleitungen: Präklinisches Atemwegsmanagement.

Literatur

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Deutsches Rotes Kreuz (Hg.): Leitfaden Sanitätsausbildung (2009): 5. Aufl.Berlin: 2018, Praxisanleitungen 'P34: Larynxtubus'.